Praktische Anleitung
Dieselbe Figur in verschiedenen Szenen mit Nano Banana: mit einer Referenz arbeiten
Eine Bildfolge braucht eine wiedererkennbare Figur. Wir zeigen, wie Sie ein Referenzbild vorbereiten, unveränderliche Details beschreiben und Abweichungen erkennen, bevor sie sich in die nächsten Szenen fortsetzen.

Bestimmen Sie zuerst, was die Figur wiedererkennbar macht
Der Kulissenwechsel gelingt oft überzeugender als die Bewahrung der Figur. Im ersten Bild hat der Spielzeugroboter einen runden Kopf, im zweiten wird er länger, im dritten ändert sich das Brustzeichen. Einzeln können die Bilder gefallen. Nebeneinander wirken sie wie drei verschiedene Spielzeuge.
Als Beispiel verwenden wir eine eigene erfundene Figur: einen matten türkisfarbenen Roboter mit abgerundetem rechteckigem Kopf, zwei dunklen runden Augen, kurzen Armen und einem violetten Kreis auf der Brust. Diese Merkmale halten wir gesondert fest. An ihnen prüfen wir jedes neue Bild – in der Werkstatt, im Garten und in der Bibliothek.
Die Google-Dokumentation beschreibt bildgestützte Bearbeitung und die Bewahrung der Ähnlichkeit von Figuren. Diese Modellfähigkeit müssen Sie am eigenen Material prüfen; eine vollständige Übereinstimmung aller Details ist nicht garantiert. Die folgende Methode beschreibt einen Arbeitsablauf zur Aufgabenformulierung und Ergebnisauswahl und keinen Bericht über einen selbst durchgeführten Test.
Bereiten Sie ein Referenzbild vor
Beginnen Sie mit einem Bild, das die Figur vollständig, gut beleuchtet und ohne Verdeckungen zeigt. Ein ruhiger Hintergrund erleichtert die Silhouettenprüfung. Kopf, Augenposition, Armansätze und Brustzeichen müssen klar erkennbar sein. Komplizierte Requisiten kommen später: Eine Tasse in der Hand kann einen wichtigen Teil der Hand verdecken.
Erstellen Sie eine Figur neu, wählen Sie zunächst eine gelungene Variante und bewahren Sie die Originaldatei auf. Sie wird die Referenz für die gesamte Serie. Ein eindeutiger Name wie robot-reference verhindert Verwechslungen mit späteren Änderungen. Prüfen Sie bei vorhandenen Bildern, ob Sie sie hochladen und bearbeiten dürfen.
Ein zu kleines oder unscharfes Ausgangsbild lässt dem Modell mehr Raum zum Raten. Prüfen Sie die vergrößerte Vorlage vor Beginn. Der violette Kreis muss wirklich ein Kreis sein, kein unscharfer Fleck, der im nächsten Bild leicht zum Knopf wird.
Trennen Sie im Prompt unveränderliche Merkmale von der neuen Szene
Laden Sie das Referenzbild in einen Modus mit bildgestützter Bearbeitung. Stellen Sie im Prompt zuerst den Bezug zum Original her und nennen Sie danach die zu bewahrenden Merkmale. Geben Sie anschließend Handlung, Umgebung und Komposition vor. „Derselbe Roboter“ kann zu wenig sein, besonders nach mehreren Änderungen.
Beispielprompt: „Verwende das angehängte Bild als Figurenreferenz. Bewahre matten türkisfarbenen Körper, abgerundeten rechteckigen Kopf, zwei dunkle runde Augen, kurze Arme und den violetten Kreis mittig auf der Brust. Zeige den Roboter in einer hellen Werkstatt, am Tisch stehend und ein Holzteil betrachtend. Ganzkörperansicht, weiches Tageslicht, Stil der Originalillustration. Umgebung und Pose ändern sich; das Aussehen bleibt am Referenzbild orientiert.“
Der Text beschreibt die Absicht, erzwingt aber keine technische Bewahrung aller Details. Bietet der Dienst mehrere Modelle, prüfen Sie zunächst Referenzunterstützung und Eignung für aufeinanderfolgende Korrekturen. Die Bedingungen verschiedener Varianten von Nano Banana können sich unterscheiden.
Bauen Sie die Serie auf einer gemeinsamen Referenz auf
Generieren Sie zunächst eine einfache Werkstattszene und prüfen Sie die Ähnlichkeit. Erstellen Sie dann eine Gartenszene, in der der Roboter einen kleinen Busch gießt. In der Bibliothek trägt er ein Buch. Bewahren Sie in jedem Prompt die zentralen Merkmale und nutzen Sie dieselbe Originalreferenz.
Das folgende Bild kann auf dem vorherigen basieren, wenn Sie eine bestimmte Bewegung oder Zusammensetzung fortsetzen möchten. Ein unbemerkter Fehler bei diesem Ansatz kann jedoch weiter gehen: Ein leicht länglicher Kopf wird zur neuen Norm. Für unabhängige Szenen ist es bequemer, zu einer genehmigten Referenz zurückzukehren und das Ergebnis damit zu vergleichen.
Das Licht im Garten und in der Bibliothek wird unterschiedlich sein, so dass der Farbton der Oberfläche anders aussehen kann. Wenn die Farbgenauigkeit für das Projekt wichtig ist, sollten Sie nach der Erzeugung eine separate Farbprüfung durchführen. Ein einzelner Farbname bietet keine genaue Übereinstimmung.
Vergleichen Sie die Figur anhand ihrer Details
Stellen Sie Referenzbild und neues Bild nebeneinander. Prüfen Sie zunächst Silhouette und Proportionen: Ist der Kopf größer, sind die Arme länger oder hat sich der Körper verändert? Vergrößern Sie danach Augen und Brustzeichen. Der violette Kreis muss Form, Position und Größe relativ zum Körper bewahren.
Prüfen Sie danach Material und Bildcharakter. Ein mattes Spielzeug bekommt manchmal eine glänzende Oberfläche, dunkle Augen beginnen zu leuchten und ein schlichtes Gehäuse erhält zusätzliche Paneele. Für diese Serie gelten solche Veränderungen als Fehler, auch wenn das Bild dadurch spektakulärer wirkt.
Prüfen Sie gesondert das Zusammenspiel mit der Szene: Hält die Hand das Buch, durchdringen Gegenstände nicht den Körper und stehen die Füße auf der Fläche? Das betrifft die Qualität des konkreten Bildes. Gute Ähnlichkeit ersetzt keine Kontrolle von Pose und Umgebung.

Korrigieren Sie die auffällige Abweichung durch eine separate Abfrage
Passt die Szene, aber der Kreis auf der Brust ist oval geworden, formulieren Sie eine lokale Korrektur: „Gib dem violetten Zeichen wieder die runde Form und Größe des Referenzbilds. Bewahre Pose, Licht und Umgebung des aktuellen Bilds.“ Vergleichen Sie anschließend die gesamte Figur erneut: Eine Detailänderung kann benachbarte Merkmale beeinflussen.
Haben sich Kopf, Augen und Körperproportionen gleichzeitig verändert, bauen Sie die Szene besser vom Referenzbild aus neu auf. Bewahren Sie gute Zwischenstände getrennt auf. So können Sie zu einer gewählten Variante zurückkehren, ohne sich allein auf den Gesprächsverlauf zu verlassen.
Was Sie zusammen mit den fertigen Bildern aufbewahren sollten
Bewahren Sie Referenzdatei, freigegebene Bilder und Prompts gemeinsam in einem Ordner auf. Ergänzen Sie eine kurze Merkmalsliste der Figur. Wird später eine vierte Szene gebraucht, lässt sich der Entwurf nachvollziehen, ohne aus dem fertigen Bild raten zu müssen.
Für eine Präsentation oder kurze Geschichte reicht meist visuelle Wiedererkennbarkeit. Muss ein Industrieprodukt, eine Kennzeichnung oder eine Markenfigur exakt wiedergegeben werden, brauchen Sie strengere Abnahmekriterien und Zeit für manuelle Nacharbeit. Die Generierung liefert Varianten; welche davon zum Projekt passen, entscheiden weiterhin Sie.


